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Propaz - Schweizerisches Programm zur Förderung des Friedensprozesses in Südmexiko



Flickr/ophelias

Im Jahr 1994 erregte der Aufstand der Zapatisten im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas das Aufsehen einer breiten Öffentlichkeit. Unter Berufung auf den Reformer Emiliano Zapata forderten die Aufständischen als Angehörige der indigenen Bevölkerung gegenüber der Regierung Mexikos gesicherte Landrechte, stärkere Selbstbestimmung und Mitbestimmung im Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

Trotz zahlreicher Konfliktlösungsversuche – u.a. mit internationaler Beteiligung – blieb der Konflikt zwischen der indigenen Bevölkerung und dem mexikanischen Staat bis heute ungelöst. Nach wie vor sind zahlreiche Übergriffe durch Paramilitärs oder Sicherheitskräfte auf die ortsansässige Bevölkerung zu verzeichnen, zudem werden multinationale Infrastrukturprojekte ohne Einbezug der lokalen Bevölkerung durch die Regierung vorangetrieben.

In diesem vielschichtigen und komplexen Kontext mit seinen kulturellen, landbezogenen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten ist die Lobby- und Advocacystelle Propaz zu situieren: Seit 2001 leistet Propaz unter der Trägerschaft von HEKS, Brot für alle, Caritas und Fastenopfer in der Schweiz Informations- und Vernetzungsarbeit, um den Anliegen der indigenen Bevölkerung und der Kleinbauern von Chiapas in der Schweizerischen Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen sowie auch um die Arbeit der Menschenrechts- und Friedensförderungsorganisationen im Süden Mexikos zu unterstützen.

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK engagiert sich gemeinsam mit der Schweizerischen Bischofskonferenz SBK im Patronat von Propaz.


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