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Generalversammlung des RWB in Accra
30. Juli bis 13. August 2004

Bei den Gottesdiensten in Ghana wurde getanzt, gelacht und gesungen.
(Bild: Sandra Baumeler)
Die 24. Generalversammlung des Reformierten Weltbundes (RWB) vom 30. Juli bis 13. August 2004 stand unter dem Motto «Auf dass alle das Leben in Fülle haben». Während zweier Wochen waren die Delegierten aus aller Welt in der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Ghana, Accra, versammelt, um über die Stellung des RWB zur Globalisierung sowie über die Zukunft des RWB zu befinden.
Nach ihrer Rückkehr aus Accra äussert sich die Delegation des SEK positiv über ihre Teilnahme an der 24. Generalversammlung des Reformierten Weltbundes RWB.
Nach mehr als zweiwöchigem Aufenthalt in Accra ist die Delegation des SEK in die Schweiz zurückgekehrt. Nachbereitung und Evaluation der Generalversammlung sind bereits in Gang. Insgesamt überwiegen positive Eindrücke. Gerade in den letzten Schlussabstimmungen kurz vor der Abreise wurden mehrere Anliegen der Schweizer Delegation zustimmend aufgenommen. In seinem Bericht etwa nimmt das Komitee für internationale Angelegenheiten im Kapitel zur wirtschaftlichen und ökologischen Gerechtigkeit vollumfänglich den vom SEK vorgeschlagenen Aktionsplan auf. Mit diesem Aktionsplan soll die von den Mitgliedern des RWB eingegangene Verpflichtung zur wirtschaftlichen und ökologischen Gerechtigkeit umgesetzt werden. Die Generalversammlung hat in letzter Minute einem weiteren, ebenfalls vom SEK eingebrachten Vorschlag zugestimmt, wonach der RWB zuhanden der nächsten Generalversammlung in einem Bericht festhalten soll, inwieweit die Kirchen die Empfehlungen des Aktionsplans effektiv umgesetzt haben. Im Weiteren unterstützte der SEK eine Initiative der Kirchen Zentraleuropas. Darin wird anerkannt, dass einige dieser Kirchen nach wie vor mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, wenn es darum geht, Genugtuung für die in der Vergangenheit erlittenen Enteignungen zu erhalten. Mit Bedauern wird zudem festgehalten, dass die Anliegen dieser Kirchen im RWB zu wenig Gehör finden.
Die Delegation hat die verschiedenen Höhepunkte dieser Generalversammlung intensiv miterlebt. Doch auch am Rande der Versammlung gab es spannende Momente: einen Empfang und eine Diskussion mit dem Schweizer Botschafter Georg Zubler in Ghana; einen Abend mit den Teilnehmenden eines Fortbildungskurses für Schweizer Pfarrerinnen und Pfarrer, Theologinnen und Theologen, die auf ihrer Reise durch Ghana die Generalversammlung besuchten; eine direkte Telefonverbindung ins Boldernhaus in Zürich, um dort eine interessierte Gruppe über den Fortgang der Diskussionen an der Generalversammlung auf dem Laufenden zu halten.
Die Delegation gewann den Eindruck, sie habe die Zielvorgaben des Rates des SEK erfüllt: Die Vorschläge der Delegation wurden zur Kenntnis genommen und unterstützt, handle es sich um die Position der Mitglieder des RWB zur Globalisierung, um die Prioritätensetzung in der künftigen Arbeit des RWB oder aber um die Wahlen in das neue Exekutivkomitee – immer wieder konnte die Delegation des SEK zusammen mit anderen gemeinsame Positionen einbringen.
Aus der Evaluationsarbeit der kommenden Wochen werden sich vermutlich auch Empfehlungen an den SEK ergeben. Ebenfalls vorbereitet wird ein Bericht.
Neben diesen positiven Aspekten musste die Delegation an dieser Generalversammlung auch einige problematische oder fragwürdige Punkte zur Kenntnis nehmen. Die Modalitäten der Entscheidungsfindung, die Vorbereitung und Durchführung der Debatten, in einigen Fällen auch die Seriosität und Genauigkeit der dem RWB zur Verfügung stehenden Expertise (im Speziellen im Bereich der internationalen Politik) und nicht zuletzt das allgemeine theologische Niveau der vorgelegten Argumentarien – hier sind Schwachstellen auszumachen. Damit aber soll keineswegs die Teilnahme des SEK an dieser Art von Versammlung in Frage gestellt werden, und sei es nur wegen der damit gegebenen vielfältigen Kontakte und bereichernden Diskussionen.
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