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Reformationssonntag
...jeweils am 1. Sonntag im November

Der reformierte Protestantismus hat die politische Mentalität und die Kultur der Schweiz stark mitgeprägt. Die im Glauben erfahrene Rechtfertigung stellt den Menschen in die Freiheit, seine Entscheide dem persönlichen Gewissen folgend zu fällen. Diese evangelische Freiheit ruft den Menschen als Bürgerin oder Bürger in die mitverantwortliche Gestaltung in Kirche, Gesellschaft und Staat. Gottes Geist wirkt in den Menschen. Und indem er in den Menschen wirkt, wirkt er indirekt auch in den Institutionen. Deshalb ist reformierte Kirche «Kirche von unten».
Nach der grossen Zürcher Reformationsfeier von 1819 wurde der Ruf nach einem jährlichen Reformationssonntag in der Schweiz laut. Neben der gelegentlichen Rückbesinnung auf zentrale Daten in der Geschichte der eigenen Kirche sollte eine jährlich wiederkehrende Reformationserinnerung ins Leben gerufen werden.
Der Wunsch, in der Reformationserinnerung noch stärker eine gemeinsame evangelische Identität zu pflegen, mag wohl der Grund dafür gewesen sein, dass man sich hinsichtlich der Wahl des Datums für die Reformationserinnerung am 31. Oktober zu orientieren begann. An diesem Tag wird Jahr für Jahr in der Lutherstadt Wittenberg der Reformation gedacht. Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte die Vorläuferorganisation des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK den ersten Sonntag im November zum Gedenktag an die Reformation.
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