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Suizidhilfe: 10 Fragen - 10 Antworten
4 - Was ist Palliative Care?

Palliative Care bemüht sich um die Selbstbefähigung von Schwerstkranken und Sterbenden zu einem sozial integrierten und eigenverantwortlichen Leben mit höchstmöglicher Lebensqualität. Diese Zielsetzung ist keine rein medizinische. Deshalb sind Palliative Care-Konzepte grundsätzlich interdisziplinär angelegt: Verschiedenste Fachkompetenzen etwa aus Medizin, Sozialarbeit, Psychologie, Therapie oder Seelsorge sind gefordert. Eine entscheidende Rolle spielt die Zusammenarbeit zwischen professionals und Laien (Freiwilligenarbeit).
Palliative Care ist als komplexes, integratives Versorgungs-, Betreuungs- und Sozialnetzwerk auf unterstützende gesundheits-, sozial- und finanzpolitische Strukturen angewiesen. Angesichts der demographischen Entwicklung und der prognostizierten Zunahme von Hochbetagten und Menschen mit chronisch-degenerativen Erkrankungen reagiert Palliative Care auf die gesamte Gesellschaft betreffende Herausforderungen.
Auch Palliative Care reagierte ursprünglich auf eine kaum mehr überschaubare Hochleistungsmedizin. Obwohl der Gedanke einer umfassenden, sozial integrierten und medizinisch vor allem symptomenlindernd orientierten Betreuung bereits älter ist, gelten die Sterbehospizgründungen von Cicely Saunders in den 1960er Jahren als Geburtsstunde von Palliative Care.
Lange Zeit galt die palliative Begleitung von Sterbenden als Alternative zu einer kurativen Wiederherstellungsmedizin. Inzwischen hat das Bild der medizinischen Gegenspieler einem differenzierteren Verständnis Platz gemacht. Beide medizinischen Ausrichtungen stehen in einem wechselseitigen Ergänzungsverhältnis.
...nächste Frage: Gibt es einen Rechtsanspruch auf Suizidhilfe?
Material
Medienverlautbarungen des SEK und weitere LinksStudien des SEK zum Thema Sterbehilfe und Suizidhilfe
10 Fragen und Antworten downloaden
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