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Waffengewalt: 10 Fragen - 10 Antworten
Sind Waffen ein Problem?

Waffen sind Gewaltmittel. Sie bedrohen im positiven und negativen Sinne: Der Staat nutzt sie als Abschreckungsinstrumente zum Schutz und zur Sicherung seiner Ordnungen. Ein Erpresser kann mit ihrer Hilfe aber genauso seine kriminellen Forderungen durchsetzen. Wo Waffen sind, ist Macht im Spiel. Wer über Waffen verfügt, kann diejenigen bedrohen, die unbewaffnet sind. Wer unbewaffnet ist, ist einer solchen Bedrohung wehrlos ausgeliefert.
Deshalb hat der Staat das Gewaltmonopol. Bei ihm liegen die Waffen in kontrollierbaren Händen, weil der Souverän bestimmt und die Gesetze festlegen, wer welche Waffen zu welchem Zweck einsetzen darf. Jede Waffe, die ausserhalb staatlicher Aufgaben gegen einen Menschen gerichtet wird, bedroht nicht nur das Leben von Menschen, sondern stellt das Gewaltmonopol des Staates und die rechtlichen Ordnungen in Frage.
Das gesellschaftliche Problem sind nicht die Waffen, sondern die Gefahr ihres Missbrauchs. Staatliche Gesetze schützen im weitesten Sinne vor dem Missbrauch menschlicher Freiheit. Gäbe es keine Missbrauchsgefahr, wären Gesetze überflüssig. Weil es aber Fehlverhalten und Missbrauch gibt – das gilt für den Strassenverkehr ebenso, wie für den Verbraucherschutz – brauchen wir Gesetze. Und weil es Waffenmissbrauch gibt, brauchen wir wirksame Gesetze für den Besitz und Umgang mit Waffen.
...nächste Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Waffenbesitz und Gewalttaten?
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