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Waffengewalt | 10 Fragen - 10 Antworten | Frage 10: Wie umgehen mit der alltäglichen Gewalt?

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Waffengewalt: 10 Fragen - 10 Antworten

Wie umgehen mit der alltäglichen Gewalt?




Aus biblisch-christlicher Sicht gehören Gewalt und Schuld untrennbar zu jedem Menschen. Niemand ist frei davon. Daraus folgt zweierlei: Erstens wäre es unverantwortlich zu unterstellen, dass Menschen stets verantwortungsvoll handeln. Deshalb geht es darum, wie die Gesellschaft reagieren kann und soll, wenn sie mit unverantwortlichem menschlichem Verhalten konfrontiert ist. Zweitens sollte niemand hilflos und tatenlos solcher Gewalt zusehen müssen. So wenig wir menschliche Gewalt einfach aufheben können, so sehr sind Christen aufgefordert, wo immer möglich zur Überwindung von Gewalt beizutragen.

Gewaltüberwindung ist eine Frage des Vertrauens. Wo Vertrauen ist, da ist auch Solidarität. Tatsächlich geht es bei der Initiative um den Schutz vor Waffengewalt auch um die Solidarität mit den von Gewalt betroffenen und bedrohten Menschen. Der Kampf gegen die alltägliche Gewalt beginnt bei der Wahrnehmung der Gewaltopfer um uns herum. Gegen Gewalt kann nur vorgegangen werden, wenn sie zuvor überhaupt als Gewalt wahrgenommen wird. Die Initiative ‹Für den Schutz vor Waffengewalt› lenkt den Blick auf die Opfer von Waffenmissbrauch. Eine Reglementierung von Waffenbesitz und -benutzung löst nicht die vielfältigen gesellschaftlichen Gewaltkonflikte und -potentiale. Sie bildet aber eine notwendige Voraussetzung dafür, dass diese Probleme überhaupt konstruktiv angegangen werden können und verdient deshalb Zustimmung und Unterstützung.


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