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Belonging to God
1 Wer bist du?Ich bin ein Kind Gottes.
2 Was bedeutet es, ein Kind Gottes zu sein?
Dass ich zu Gott gehöre, der mich liebt.
3 Was macht dich zu einem Kind Gottes?
Die Gnade, Gottes freie Gabe der Liebe, die ich nicht verdiene und nicht erwerben kann.
4 Musst du für Gott nicht gut sein, dass er dich liebt
Nein. Gott liebt mich trotz allem, was ich falsch mache.
5 Wie dankst du Gott für diese Gabe der Liebe?
Ich verspreche, Gott mit meinem ganzen Herzen zu lieben und zu vertrauen.
6 Wie liebst du Gott?
Durch den Gottesdienst, die Liebe zu anderen und die Ehrfurcht vor allem von Gott Geschaffenen.
7 Was hat Gott geschaffen?
Gott hat alles geschaffen, was ist, Sichtbares und Unsichtbares.
8 Was ist Besonderes am Menschen?
Gott machte uns, Männer und Frauen, nach dem Bild Gottes.
9 Was bedeutet es, dass wir nach dem Bild Gottes gemacht sind?
Es bedeutet, dass wir gemacht sind, um Gottes Güte, Weisheit und Liebe zu spiegeln.
10 Warum handeln wir Menschen dann aber oft in zerstörerischer und hasserfüllter Weise?
Weil wir uns von Gott abgewendet haben und in Sünde gefallen sind.
11 Was ist Sünde?
Sünde ist, sein Herz vor Gott zu verschliessen und seinem Gesetz ungehorsam zu sein.
12 Was sind die Folgen der Sünde?
Unsere Beziehung zu Gott ist zerbrochen. All unsere Beziehungen zu anderen sind verwirrt.
13 Wie geht Gott mit uns Sündern um?
Gott hasst unsere Sünde, hört aber niemals auf, uns zu lieben.
14 Was hat Gott getan, um uns zu helfen?
Gott wählte das Volk Israels, um einen neuen Anfang zu machen. Es empfing Gottes Bund und bereitete Jesus den Weg, um als unser Retter zu kommen.
15 Was ist der Bund?
Der Bund ist eine ewig dauernde Abmachung zwischen Gott und Israel.
16 Was beinhaltet diese Abmachung?
Als Gott Abraham und Sara berief, versprach er, deren Familie, die später Israel genannt wurde, zu segnen. Gott gelobte, durch das Volk Israel alle Völker auf der Erde zu segnen. Gott versprach, Israels Gott zu sein, und sie versprachen, Gottes Volk zu sein. Gott gelobte, Israel zu lieben und für immer seine Hoffnung zu sein, und Israel gelobte, allein Gott zu verehren und zu dienen.
17 Wie hielt Gott diesen Bund?
Gott führte Israel aus der Sklaverei in Ägypten, gab ihnen durch Mose die Zehn Gebote und brachte sie in das Land, das Gott verheissen hatte.
18 Was sind die Zehn Gebote?
Die Zehn Gebote sind das Gesetz Gottes. Als Gott es Mose übergab, sagte Gott: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Sklaverei, herausgebracht hat: (1) Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. (2) Du sollst dir kein Götzenbild machen. (3) Du sollst keinen falschen Gebrauch des Namens Gottes, deines Herrn, machen. (4) Gedenke des Sabbats und halte ihn heilig. (5) Ehre deinen Vater und deine Mutter. (6) Du sollst nicht töten. (7) Du sollst nicht Ehebruch begehen. (8) Du sollst nicht stehlen. (9) Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. (10) Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört.
19 Was ist der Kern dieser Gebote?
Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, Verstand und Vermögen; und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
20 Hat das Volk seinen Bund mit Gott gehalten?
Obwohl einige vertrauensvoll blieben, hat das Volk zu oft anderen Göttern gedient und einander nicht geliebt, wie Gott es geboten hatte. Sie zeigten uns auf, wie sehr wir alle Gottes Gesetz missachten.
21 Was unternahm Gott, um sie zum Bund zurückzulenken?
Obwohl Gott die Menschen richtete, wenn sie gesündigt hatten, liebte er sie noch immer und blieb vertrauensvoll gegenüber ihnen. Gott schickte ihnen Propheten, um sein Wort zu verkünden. Gott gab ihnen Priester, um wegen ihrer Sünden Opfer zu bringen. Gott berief Könige, um die Bedürftigen zu schützen und Gerechtigkeit zu wahren. Zuletzt verhiess Gott, den Messias zu schicken.
22 Wer wurde als der Messias geschickt?
Gott sandte Jesus als Messias. Messias bedeutet Gesalbter. Das neutestamentliche Wort für Messias ist Christus. Jesus wird der Christus genannt, weil Gott ihn dafür gesalbt hatte, der Retter zu sein, der uns erretten würde von Sünde und Tod.
23 Inwiefern hielt Gott durch die Sendung Jesu sein Versprechen gegenüber Abraham?
Durch die Sendung Jesu öffnete Gott den Bund mit Abraham für die ganze Welt. Gott begrüsste alle, die ihren Glauben auf Jesus setzen, zu den Segnungen des Bundes.
24 War Jesus nur ein weiterer Mensch?
Nein. Obwohl er wirklich Mensch war, war er zugleich als Gott mit uns. Als einer, der wirklich Mensch war, konnte er all unsere Sorgen teilen. Doch weil er wirklich Gott war, konnte er uns von all unseren Sünden retten.
25 Wie war Jesus?
Wenn Jesus redete, redete er mit der Autorität Gottes. Wenn er handelte, handelte er mit Gottes Kraft. Die Menschen waren überrascht. Er war zugleich freundlich und liebevoll. Er sorgte für uns bei all unseren Bedürfnissen, wie ein Hirte für die Schafe sorgt.
26 Was tat er während seines Lebens auf der Erde?
Er berief Jünger, ihm zu folgen. Er nährte die Hungrigen, heilte die Kranken, segnete Kinder, begegnete Ausgestossenen, rief Menschen zur Busse und vergab ihre Sünden.
27 Wie bewies Jesus, dass er unser Retter ist?
Er opferte sein Leben für uns, indem er am Kreuz starb. Er erwies seinen Sieg über den Tod, indem er aufstand von den Toten. Er nahm unsere Schuld weg und gab uns neues, ewiges Leben mit Gott.
28 Wie können wir wissen, dass Jesus der Herr ist?
Nachdem er starb und aufgeweckt wurde von den Toten, erschien er seinen Jüngern, Frauen und Männern. Er gab sich ihnen als unser lebendiger Herr und Retter zu erkennen. Durch die Bibel gibt er sich weiterhin zu erkennen.
29 Was bedeutet es, dass Jesus aufgestiegen ist in den Himmel?
Nachdem sein Auftrag auf der Erde erfüllt war, kehrte er in den Himmel zurück, um uns einen Platz zu bereiten und mit Gott in Liebe zu regieren. Er wird in Herrlichkeit wiederkehren, und bleibt jetzt bei uns durch die Gabe des Heiligen Geistes.
30 Wann wurde Christen erstmals der Heilige Geist gegeben?
Am Pfingsttag.
31 Was geschah am Pfingsttag?
Als sich die ersten Christen in Jerusalem versammelt hatten, kam der Heilige Geist über sie wie ein starker Wind. Sie begannen alle, in verschiedenen Sprachen zu reden. Überrascht sammelte sich eine Menge Leute. Petrus predigte ihnen das Evangelium.
32 Was ist das Evangelium?
Das Evangelium sind die guten Nachrichten von Jesus. Es verheisst uns die Vergebung unserer Sünden und ewiges Leben durch ihn. Vergebung und ewiges Leben mit Gott ist, was wir Rettung nennen.
33 Was waren die Folgen von Pfingsten?
Der Heilige Geist erfüllte die ersten Christen mit Freude, indem er sie erkennen liess, was Jesus getan hat für uns. Der Geist inspirierte sie, das Evangelium zu verstehen und zu verbreiten sowie ein neues Leben miteinander zu leben und in Danksagung vor Gott.
34 Wie wirken diese Folgen heute weiter?
Der Heilige Geist bewegt auch uns dazu, das Evangelium zu verstehen und ihm zu glauben. Er gibt uns Kraft und Weisheit, aus ihm zu leben, und verbindet uns zu einer neuen Gemeinschaft, die man Kirche nennt.
35 Was ist die Kirche?
Wir sind die Kirche: die Leute, die den guten Nachrichten über Jesus glauben, getauft sind und das Abendmahl teilen. Durch diese Mittel der Gnade erneuert uns der Geist so, dass wir Gott in Liebe dienen können.
36 Welchen Trost spenden dir die guten Nachrichten?
Dass ich zu meinem vertrauensvollen Retter Jesus Christus gehöre, der starb und aufstand um meinetwillen, damit nichts mich jemals von Gottes Liebe trennen wird.
37 Wie können wir die guten Nachrichten kennen?
Durchs Lesen der Bibel und durchs Hören, wie aus ihr gelehrt und gepredigt wird. Der Heilige Geist inspirierte jene, welche die Bibel schrieben, und er hilft uns, heute ihren Verheissungen zu vertrauen.
38 Was tut der Heilige Geist sonst noch für die Kirche?
Der Geist versammelt uns zum Gottesdienst, baut uns auf in Glaube, Hoffnung und Liebe und schickt uns in alle Welt, um das Evangelium zu verkündigen und für Gerechtigkeit und Frieden zu arbeiten.
39 Warum versammeln sich Christen am ersten Tag der Woche zum Gottesdienst?
Weil dies der Tag ist, an dem Gott unseren Herrn Jesus von den Toten erweckte. Wenn wir uns wöchentlich an jenem Tag versammeln, macht der Geist unsere Herzen froh durch die Erinnerung an die Auferstehung unseres Herrn.
40 Was tun wir in einem christlichen Gottesdienst?
Wir verehren Gott und loben ihn. Wir beten, singen Lieder und Hören Lesungen aus der Bibel. Wir geben Gott auch Abgaben für die Arbeit der Kirche und verpflichten uns, Gott und unseren Nächsten zu dienen. Vor allem aber hören wir die Predigt des Evangeliums und feiern die Sakramente.
41 Was ist ein Sakrament?
Das Sakrament ist eine besondere Begehung des christlichen Gottesdienstes, die sichtbare Zeichen benutzt, um Gottes gnädige Zuwendung zu uns in Jesus Christus darzustellen. Wir glauben, dass die beiden Sakramente der Taufe und des Abendmahls durch Jesus gegeben wurden.
42 Was bedeutet die Taufe?
Durch die Taufe werde ich von der Familie Gottes adoptiert und begrüsst. Im Wasser der Taufe teile ich das Sterben und Aufstehen Jesu, der meine Sünden abwäscht. Ich werde eins gemacht mit ihm und allen, die ihm in der Kirche verbunden sind.
43 Warum wirst du im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft?
Des Gebotes wegen, das Jesus seinen Jüngern gab. Nachdem er aufgeweckt war von den Toten, erschien er ihnen und sagte: Geht und macht zu Jüngern alle Völker, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
44 Was ist die Bedeutung dieses Namens?
Es ist der Name der Heiligen Trinität. Der Vater ist Gott, der Sohn ist Gott, und der Heilige Geist ist Gott. Und doch sind sie nicht drei Götter, sondern der eine Gott in drei Personen. Wir dienen Gott in diesem Geheimnis.
45 Was bedeutet das Abendmahl?
Im Abendmahl werde ich am Tisch der Gottesfamilie genährt. Durchs Brot, das ich esse, und durch den Becher, den ich trinke, schenkt mir Gott seinen Leib und sein Blut. Er erneuert meinen Glauben und gibt mir das Geschenk des ewigen Lebens. Indem ich mich erinnere, dass er für alle gestorben ist und also auch für mich, nähre ich mich von ihm in meinem Herzen, durch den Glauben und mit Danksagung.
46 Warum beten wir zu Gott?
Weil wir geschaffen wurden, um mit Gott zu leben, der sich Gebete unserer Herzen wünscht. Unsere Herzen verlangen nach Gott, weil wir Gottes Hilfe und Führung jeden Tag benötigen.
47 Was tun wir, wenn wir beten?
Wenn wir beten, verehren wir Gott, bekennen unsere Sünden, sagen Gott Dank und bitten um alles Nötige für andere und uns selbst.
48 Wie unterrichtete Jesus seine Nachfolger im Gebet?
Er lehrte sie die Worte des Unservaters.
49 Wie geht das Unservater?
Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
50 Was meinen wir, wenn zu Gott als unserem Vater beten?
Wie Jesus uns gelehrt hat, reden wir Gott an wie kleine Kinder, die wissen, dass Gott für sie sorgt und sie liebt. Weil Jesus zu Gott als seinem Vater betete, können auch wir auf diese Art zu ihm beten.
51 Meinen wir, wenn wir zu Gott als unserem Vater beten, dass Gott männlich sei?
Nein. Nur Geschöpfe mit Körpern können männlich oder weiblich sein. Gott aber ist Geist und hat keinen Körper.
52 Was meinen wir, wenn wir zu Gott im Himmel beten?
Damit meinen wir, dass Gott sich von jenseits dieser Welt zu uns hingezogen fühlt und unsere Gebete hört.
53 Worum bitten wir, wenn wir beten, dein Name sei geheiligt?
Wir beten, dass Gottes Name auf der ganzen Welt geehrt und überall heilig gehalten werde, weil Gottes Name wirklich ist wie er.
54 Worum bitten wir, wenn wir beten, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden?
Wir bitten Gott, seine Bestimmung für die ganze Welt zu erfüllen. Auch bitten wir ihn, dass er uns fähig und willig mache, seinen Willen in allen Dingen anzunehmen und unseren Teil zur Erfüllung der Bestimmung beizutragen.
55 Warum beten wir und gib uns unser tägliches Brot?
Weil alle guten Dinge von Gott kommen. Selbst in unseren gewöhnlichsten Bedürfnissen kümmert sich Gott vollkommen um uns.
56 Worum bitten wir, wenn wir beten, vergib uns unsere Schuld?
Indem wir Gott sagen, es tue uns leid, bitten wir ihn, uns unsere Sünden nicht vorzuhalten, sondern uns wiederum gnädig anzunehmen.
57 Warum hängen wir noch an wie auch wir vergeben unsern Schuldigern?
Weil wir anderen vergeben sollen, wie Gott uns vergeben hat.
58 Worum bitten wir, wenn wir beten und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen?
Wir bitten Gott, uns zu beschützen, besonders wenn wir es am meisten brauchen. Wir beten zu Gott, uns von allen Wünschen zu befreien, die uns in die Sünde führen würden, und uns zu behüten vor den Mächten des Bösen, die uns treffen könnten.
59 Was bedeutet es zu beten, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit?
Wir loben Gott, dass er fähig und willig ist, alles zu tun, worum wir im Gebet bitten. Wir überstellen uns Gottes weiser und gnädiger Herrschaft, weil wir wissen, Gott vertrauen zu können, dass er alle Dinge zum Guten wirken lässt, jetzt und immer.
60 Warum endet unser Gebet mit Amen?
Amen heisst so soll es sein oder lass es so sein. Es drückt unser volles Vertrauen auf Gott aus, der kein Versprechen macht, das er nicht hält, und dessen Liebe auf ewig andauert.
Presbyterian Church of the U.S.A., Belonging to God. A First Catechism; als Approved draft am 6.9.00 in Richmond VA erhalten und am 8.2.05 für die Arbeitsgruppe Einführung in den Glauben übersetzt von Matthias Krieg.
Version imprimée



